DIY-Erkältungs-Badebomben – gegen Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen

Ein Erkältungsbad tut gleich in mehrfacher Hinsicht gut: Die heilsamen Zutaten wirken auf der Haut, gleichzeitig stimulieren sie die gereizten Atemwege durch Inhalieren der Dämpfe. Zusätzlich wärmt ein Bad und entspannt den von Husten und Schnupfen strapazierten Körper.

Einen teuren Badezusatz aus der Drogerie oder Apotheke musst du dafür nicht kaufen. Stattdessen kannst du aus einfachen Hausmitteln und ätherischen Ölen deine eigenen Erkältungs-Badekugeln herstellen. Nach einem herrlich sprudelnden und gleichzeitig pflegenden Bad mit den enthaltenen ätherischen Ölen fühlst du dich bestimmt gleich besser!

Inhaltsstoffe von Badekugeln

Badekugeln beziehungsweise Badebomben bestehen neben den eigentlichen Pflegesubstanzen und heilsamen Zusätzen vor allem aus Natron und Zitronensäure. Kommen die beiden Stoffe mit Wasser in Kontakt, reagieren sie mit heftigem Sprudeln und sorgen so für eine gleichmäßige Verteilung der Badekugel-Inhaltsstoffe im Wasser. Bei der Reaktion entsteht harmloses Kohlendioxid.

Die im folgenden Rezept enthaltenen ätherischen Öle helfen gegen Erkältungsbeschwerden und werden über die Haut und beim Einatmen der Dämpfe aufgenommen.

Speisestärke sorgt für den Zusammenhalt, ebenso wie Kokosöl (oder ein anderes, am besten regionales Pflanzenöl), das außerdem die Haut rückfettet und pflegt. Allerdings werden die Badebomben mit Kokosöl besonders stabil.

Rezept für etwa vier kleine Badekugeln

Die Herstellung dieser Erkältungs-Badekugeln ist mit nur wenigen Zutaten, die du wahrscheinlich sowieso in deinem Haushalt hast, ganz einfach möglich.

Du benötigst:

So wird’s gemacht:

1. Natron, Zitronensäure und Speisestärke in eine Schüssel geben und vermengen.

2. Kokosöl oder Kokosfett in einem kleinen Topf schmelzen.

3. Das Öl teelöffelweise zu den trockenen Zutaten geben und verkneten. Die Masse soll leicht bröselig wie ein Mürbeteig sein. Ist sie zu trocken, noch etwas Öl ergänzen, ist sie zu feucht, Speisestärke zugeben.

4. Falls gewünscht, Lebensmittelfarben zugeben und gleichmäßig verkneten.

5. Etwa die Hälfte der Masse etwas mehr als randvoll in Förmchen füllen, festdrücken und jeweils 10 bis maximal 20 Tropfen ätherische Öle daraufgeben. Empfehlenswert ist beispielsweise eine Mischung von 6 Tropfen Thymianöl und je 3 Tropfen Eukalyptus-, Fichtennadel- und Pfefferminzöl. Alternativ ist auch die Kombination mit verschiedenen anderen Ölen für eine eigene Lieblingsmischung möglich. Dabei die empfohlene Gesamtmenge des ätherischen Öls nicht überschreiten.

Insbesondere Personen mit Asthma oder Neurodermitis sollten zunächst eine niedrigere Konzentration ausprobieren. Für Kleinkinder sind ätherische Öle wie Eukalyptus oder Menthol nicht geeignet. Generelle Anwendungstipps für ätherische Öle findest du hier.

6. Den Rest der Masse in die jeweils andere Hälfte der Form geben und fest auf eine mit ätherischem Öl beträufelte Hälfte zu einer Kugel pressen. Die fertigen, noch etwas bröseligen Badekugeln für einige Tage in der Form aushärten lassen.

7. Die Badekugeln nach dem vorsichtigen Lösen aus den Formen unbedingt luftdicht und trocken lagern (zum Beispiel in einem Schraubglas) um zu verhindern, dass die ätherischen Öle entweichen oder die Reaktion zwischen Natron und Zitronensäure durch Luftfeuchtigkeit vorzeitig abläuft.

Tipp: Kokosöl und Kokosfett härten bei einer Temperatur unter etwa 25 °C aus, daher kannst du das Festwerden der Badekugeln beschleunigen, indem du sie für einige Stunden in den Kühlschrank gibst.

Um die volle Wirkung der ätherischen Öle in deinem Erkältungsbad zu genießen, gib die Badekugel erst ins Wasser, wenn die Wanne vollgelaufen ist. Um deinen durch die Erkältung ohnehin schon belasteten Kreislauf nicht übermäßig zu strapazieren, ist es ratsam, die Dauer des Bades auf 20 Minuten und die Temperatur auf maximal 38 °C zu beschränken.

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Welche ätherischen Öle helfen dir bei einer Erkältung? Wir freuen uns über deine Tipps in einem Kommentar!

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