Naturseifen selbst herstellen – der Ablauf
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Natur-Seifen selbst herstellen Schritt für Schritt Anleitung

Das Herstellen der eigenen Seife ist spannend und sowohl eine eigene kleine Wissenschaft als auch eine Kunstform. Es ist jedoch auch etwas anspruchsvoller als das Herstellen manch anderer Haushalts– und Pflegeprodukte. Deswegen haben wir hierzu eine Beitragsserie verfasst:

  1. Naturseifen selbst herstellen – eine Einführung
  2. Naturseifen herstellen – der Ablauf
  3. Selbstgemachte Naturseife – dein erstes Rezept
  4. Naturseife selber machen – weiterführende Informationen
  5. Seife mit Kaffeesatz – Anti-Cellulite und Peeling
  6. Weihnachtsseife mit Zimt und Anis
  7. Shampoo-Seife: immer parat und perfekt für Reisen
  8. Kernseife selber machen – Alleskönner im Haushalt

Der Herstellungsprozess besteht im Wesentlichen aus den folgenden Schritten, die wir nacheinander ausführlich erklären:

  1. Arbeitsflächen reinigen und Sicherheitsvorkehrungen treffen
  2. Fette/Öle in einem Topf verflüssigen
  3. Lauge herstellen und abkühlen lassen
  4. Fette/Öle in die Lauge geben
  5. Mit einem Mixstab 2-3 Minuten mixen, es entsteht “Seifenleim”
  6. Optionale Zutaten in den Seifenleim mischen (siehe unten: Verfeinerung der Naturseife)
  7. Seifenleim in vorbereitete Behälter füllen
  8. Behälter gut isolieren und 24 Stunden ruhen lassen, die Mischung verseift vollständig
  9. Seife in Stücke schneiden und 3-4 Wochen reifen lassen

Sicherheitsregeln

Das Wichtigste zuerst: Die Herstellung von hausgemachten Naturseifen ist kein Kinderspiel! Der Vorgang erfordert Genauigkeit, Ordnung und Ruhe. Du solltest dir dafür ausreichend Zeit nehmen und alle Ablenkungen wie Kinder, Haustiere, Fernseher usw. vermeiden.

Oberste Regel bei der Seifenherstellung ist Sicherheit. Es wird mit einer stark ätzenden Lauge gearbeitet, die bei falscher Handhabung Hautverätzungen und insbesondere Augeschäden verursachen kann. Besorge dir deshalb unbedingt die folgenden Gegenstände zum Schutz deiner Gesundheit:

  • Schutzbrille für die Augen, für jeden der mitarbeitet (z.B. diese hier)
  • Gummihandschuhe (z.B. diese hier)


Generell solltest du diese Sicherheitsregeln beachten:

  • Arbeitsflächen und Gegenstände vor und nach dem Sieden gründlich reinigen. Das Natriumhydroxid (auch Ätznatron genannt) reagiert stark und kann unter hoher Luftfeuchtigkeit reagieren.
  • Auf Fliessen, Stein oder Metalloberflächen arbeiten, am besten im Freien oder in gut durchlüfteten Räumen.
  • Lange Haare zusammenbinden, Schutzbrille, Handschuhe, lange Kleidung und Schuhe tragen.
  • Sämtliche Ablenkungen wie Telefon, Kinder und Haustiere aus der Arbeitsumgebung verbannen.
  • Hautkontakt mit der Säure, dem Seifenleim und der Abgefüllten Seife unbedingt vermeiden. Bei Kontakt möglichst schnell unter fließendem, lauwarmen Wasser abspülen und einen Arzt konsultieren.
  • Die Dämpfe, die bei der chemischen Reaktion entstehen nicht einatmen. Es empfiehlt sich, das Natriumhydroxid im Freien zum Wasser zu geben. Alternativ solltest du die Fenster aufmachen und für etwas Durchzug sorgen.

Fette/Öle verflüssigen

Die festen Fette werden zunächst sanft in einem Topf geschmolzen. Anschließend kommen die flüssigen Öle hinzu, um die Mischung wieder so weit wie möglich abzukühlen. Zum Vermischen mit der Lauge sollten die Fette nicht viel wärmer sein als Zimmertemperatur.

Lauge herstellen

Nicht vergessen: Spätestens jetzt müssen Schutzbrille und Gummi-Handschuhe angezogen sein.

Zur Herstellung der Lauge benötigst du einen möglichst großen Topf aus Edelstahl. Aluminium oder andere Materialien sind nicht geeignet, da sie von der Lauge angegriffen werden. Der Topf sollte so hoch wie möglich sein, um Spritzer zu vermeiden.

Für die Verseifung verwenden wir als Lauge eine Natriumhydroxid-Lösung. Natriumhydroxid (NaOH, auch Ätznatron genannt) ist ein weißes Pulver, das in Wasser gelöst eine stark alkalische Lauge ergibt. Diese Lauge ist ätzend (ähnlich einer Säure) und kann die Augen und Schleimhäute schwer schädigen. Auf der Haut führt sie zu Verätzungen, ähnlich einer Verbrennung. Aus diesem Grund ist die oben genannte Schutzausrüstung unbedingt anzuwenden.

Natriumhydroxid reagiert zusammen mit Kohlendioxid zu Natriumhydrogencarbonat (Natron), deshalb wird es in luftdichten Behältern aufbewahrt. In Wasser gegeben, löst es sich in einer exothermen Reaktion auf, das Wasser erwärmt sich dabei stark. Deshalb muss das verwendete Wasser möglichst kalt sein.

Der Arbeitsort muss gut belüftet sein, da in der ersten Minute intensiv stechende Gase entstehen. Also entweder im Freien arbeiten, oder aber alle Fenster weit öffnen und einen Ventilator bereit stellen.

Damit die Seife später lange haltbar ist, muss das Wasser möglichst keimfrei sein, deshalb verwenden wir destilliertes Wasser. Einige Rezepte sehen auch die Verwendung von Milch vor. Mit Milch erwärmt sich die Lauge noch schneller, deshalb sollte Milch am besten vorher in Würfel gefroren werden.

Das benötigte Natriumhydroxid (NaOH) kannst du zum Beispiel direkt online bestellen. Destilliertes Wasser erhältst du in jeder Drogerie.

So gehst du vor, um die Natriumhydroxid-Lauge herzustellen:

  1. Schutzbrille und Gummihandschuhe anziehen
  2. Kaltes Wasser in die Spüle einlassen und einen großen Topf in das Wasserbad stellen (zur Kühlung)
  3. Benötigte Menge Flüssigkeit auf das Gramm genau abwiegen und in den Topf gießen
  4. Natriumhydroxid auf das Gramm genau abwiegen
  5. Natriumhydroxid in das Wasser geben (Achtung: erst das Wasser, dann das NaOH, nicht anders herum!!!) und mit einem Schneebesen gut verrühren (Vorsicht: Starke Geruchsentwicklung!)
  6. Die Lösung abkühlen lassen

Natriumhydroxidlauge zur Seifenherstellen zubereiten

Damit wäre der heikelste Teil der Arbeit abgeschlossen. Arbeite ruhig und konzentriert und vermeide vor allem Spritzer.

Seifenleim herstellen

Als nächstes werden die geschmolzenen Fette langsam und ohne zu spritzen vollständig in die Lauge gegossen, und die Mischung ausgiebig mit einem Mixstab gerührt. Nach etwa 2-3 Minuten wird die Mischung deutlich dicker und Pudding-artig, es entsteht der so genannte Seifenleim.

Seifenleim herstellen mit dem Rührstab

Jetzt heißt es schnell sein – der Seifenleim wird recht schnell zäh und lässt sich dann nur schwer weiter verarbeiten.

Optionale Zutaten hinzugeben

Jetzt werden alle benötigten Pflegezutaten laut Rezept zugegeben, wie Honig, Kaffeesatz, Kräuter, ätherische Öle und Farbstoffe. Den Seifenleim mit den Zutaten nochmals ausgiebig durchschlagen.

Insbesondere ätherische Öle sorgen dafür, dass sich der Seifenleim schnell verfestigt und nur noch schwer gießbar ist. Daher solltest du gerade am Anfang sparsam mit den Düften umgehen.

Seife abfüllen und verseifen lassen

Der fertige Seifenleim wird in vorbereitete Behälter gefüllt. Ideal geeignet sind Backformen aus Silikon, oder auch Tupper-Dosen in der gewünschten Form. Je kleiner die Form, desto länger dauert der Verseifungsprozess. Der Seifenleim entwickelt in den nächsten Stunden weiter Hitze und muss nun in den Behältern für 24 Stunden gut isoliert werden, damit der Verseifungsprozess bei Wärme stattfinden kann. Stelle die Behälter dazu am besten in einen großen Karton, den du mit Handtüchern, Decken, Kissen u.ä. ausgekleidet hast. Durch die eigene Wärmeentwicklung erhitzt sich der Seifenleim auf etwa 60 Grad und verseift dabei vollständig.

Seifenleim in Förmchen und größere Behälter abfüllen

Seife schneiden und reifen lassen

Am nächsten Tag kannst du die Seife aus der Form nehmen und in die gewünschten Stücke schneiden. Zum Waschen ist die Seife jetzt noch nicht geeignet – sie muss zunächst für mindestens 3-4 Wochen reifen. Am besten reifen Seifen an einem luftigen, dunklen und kühlen Ort. Das restliche enthaltene Wasser verdunstet aus der Seife, dabei sinkt der Ph-Wert weiter ab und wird hautverträglich.

Tipp zum Lösen der Seife aus starren Formen: Stelle den Behälter für einige Stunden ins Gefrierfach. Anschließend kannst du den Behälter einfach auf dem Kopf stellen, die Seife wird nach einigen Minuten wie von allein heraus gleiten.

Wichtig ist nach dem Sieden eine Gründliche Reinigung deiner Utensilien und allen Arbeitsflächen, um eine Gefährdung deiner Familie und Haustiere zu vermeiden.

Naturseife aus Olivenöl und Kokosöl herstellen

Du solltest auf jeden Fall die Reifezeit der Naturseife abwarten, denn nur so erreicht sie den gewünschten, hautverträglichen Ph-Wert. Dafür wirst du mit einem ganz besonderen Pflegeprodukt belohnt, welches sich auch ideal als ein ganz persönliches, selbst gemachtes Geschenk für die Liebsten eignet.

Um den Ph-Wert zu testen, empfiehlt sich das Verwenden von Ph-Wert Teststreifen. Mit ihnen kannst du den Reifegrad deiner Seife regelmäßig testen.

Wenn du es gar nicht erwarten kannst, empfehlen wir diese original Aleppo-Seife:

Bist du bereit zur Seifenherstellung? Ein Beispiel für dein erstes Rezept findest du hier.

Mehr zum Thema Seifenherstellung und grüner Kosmetik zum Selbermachen findest du in unseren Buchtipps:

Naturseife, das reine Vergnügen: Die Herstellung feiner Pflanzenseifen in der eigenen Küche
für Tolino:
Grüne Kosmetik: Bio-Pflege aus Küche und Garten
für Tolino:

Hast du noch weitere Tipps, wie die Seifenherstellung optimal gelingt? Teile sie in den Kommentaren!

    • Habe auch streng nach Rezept gearbeitet und nach 2 Stunden hatte ich oben eher Öl und unten eine etwas festere Masse. Die Erhitzung hat zwar stattgefunden, doch so richtig puddingartig wurde es nicht. Hast du noch etwas getan oder einfach nur ein paar Tage abgewartet?

  • Chemiker

    Als studierter Chemiker muss ich unbedingt darauf hinweisen, dass bei Verätzungen mit Laugen NIEMALS mit Säuren neutralisiert werden darf, das macht alles nur noch schlimmer! Es kommt zu einer starken chemischen Reaktion mit unter Umständen hohen Temperaturen, die das verätzte Gewebe zusätzlich schädigen können. Da Natronlauge eine starke Lauge und Haushaltsessig eine schwache Säure ist, wird man zur Neutralisation sowieso eine viel größere Menge benötigen, die das verätze Gewebe zusätzlich reizt. Ich bitte daher darum, den Punkt „Haushaltsessig zum Neutralisieren der Lauge“ aus dem Abschnitt „Sicherheitsregeln“ zu entfernen. Der korrekte Umgang mit Verätzungen ist, die betroffenen Stellen sehr lange mit viel fließendem, lauwarmem Wasser zu spülen und gegebenenfalls den Notruf zu wählen.

    • Maximilian Knap

      Vielen Dank für das fundierte Feedback! Natürlich werden wir die betreffende Passage anpassen. Wir freuen uns immer sehr, wenn alle Leser zusammen smarticular.net noch ein bisschen besser machen :-)

  • nervenkeks

    Ich hab mich auch mal an dem Rezept probiert, allerdings ist der Seifenschleim nicht puddingartig geworden und schließlich hat sich in meiner Form viel Öl oben abgesetzt. Also ca. die Hälfte davon :/ Es steht jetzt schon eine Woche so rum und will nicht fest werden. Der untere Teil hingegen ist schon fest.
    Ich hab keine Ahnung, was ich falsch gemacht haben könnte :(

    • Maximilian Knap

      Hallo, wieviel genau von jeder Zutat hast du verwendet und bist du sicher, dass es sich auch um Natriumhydroxid gehandelt hat? Eine präzise, elektronische Waage ist empfehlenswert, weil Abweichungen bei den Mengen zu unerwünschten Ergebnissen führen. Das ausgiebige Mischen mit einem Mixer ist ebenfalls sehr wichtig. Was für ein Gerät hast du benutzt und wie hat sich die Mischung aus Ölen und Lauge beim Mixen verhalten?

    • Schon das Problem gefunden? Habe ähnliche Probleme und verstehe nicht, warum es nicht hart wird.

      • Hast du mit Sicherheit NaOH verwendet? Welche genauen Zutaten und wie viel Gramm genau hast du verwendet? Wenn Öl übrig bleibt (wie bei @nervenkeks:disqus), dann war es zu wenig Lauge und ein Teil des Fettes wurde nicht verseift.

        • Ich habe mich grammgenau an die Rezeptur oben gehalten. Einziger Unterschied war, dass ich keinen Rührstab verwendet hatte, um Öle und Lauge zu rühren, weil ich nur einen aus Plastik habe und Angst hatte, dass die Lauge das Plastik angreift. Hatte es nur mit einem Schneebesen verrührt. Habe dann in einem anderen Forum gelesen, dass es jemand auch mit Schneebesen versucht hatte und die Masse nicht hart wurde. Habe dann den Inhalt der Förmchen wieder in einen Topf gegossen, auf dem Herd erhitzt und dann doch mit dem Rührstab gerührt. Es ist innerhalb kürzester Zeit in den Förmchen hart geworden, doch sieht es jetzt grobkörnig aus. Rein optisch sehen die Seifen nicht gut aus, doch hoffentlich kann ich die Seife trotzdem in ein paar Wochen verwenden. Kann denn etwas schief laufen, wenn man die genannte Rezeptur stark erhitzt?

          • Hallo Matthias, mit einem Schneebesen kann es auch klappen, man muss aber sehr lange, schnell und gründlich rühren, bis es anständig verseift – mit dem Stabmixer geht das wesentlich schneller, Probleme wie bei dir (teilweise vorzeitiges Aushärten o.ä.) kann man so vermeiden. Das Erhitzen ist nicht notwendig bzw. sogar kontraproduktiv – für die Heißverseifung ist die Vorgehensweise generell ein bisschen anders, sollte man nicht vermischen. Wenn du gut gerührt hast und jetzt alles fest ist, wird es vermutlich trotzdem eine brauchbare Seife. Liebe Grüße!

          • In wie fern ist es kontraproduktiv, wenn man die Masse erhitzt? Aber gut, dass die Seife doch noch was wird, auch wenn ich es erhitzt habe und es rein optisch nichts ist. Aber ich werde nach der Reifezeit nochmal berichten.

          • Kontraproduktiv weil dabei Wasser verloren geht. Die Masse ist dann nicht mehr fließfähig, sondern wird bröckelig, so wie bei dir.

  • Wunderfitz

    Wenn das Natriumhydroxid zusammen mit dem Kohlendioxid zu Natron reagiert, könnte man dann nicht direkt Natron verwenden?

    • Maximilian Knap

      Leider nein – diese Reaktion zu Natron ist in diesem Fall unerwünscht, weshalb man das Pulver immer luftdicht verschlossen lagern soll.

  • Inga Experimentierfee

    Hey, ich hätte eine Frage zum Mixstab.
    Sollten Stab und Klinge komplett aus Edelstahl sein oder kann der Stab auch aus Plastik sein bzw. macht es überhaupt einen Unterschied?
    Danke schon mal für die Antworten :)

    • Maximilian Knap

      Weil die Lauge zumindest am Anfang noch recht aggressiv ist, vewenen wir zur Sicherheit immer einen Mixer aus Edelstahl. Ob es mit Plastik auch geht, kann ich leider nicht sagen – vielleicht findet sich noch jemand mit entsprechender Erfahrung? Alternativ könntest du den ersten Schritt beim Verrühren von Lauge und Fett zum Seifenleim mit einem Rührlöffel, Scheebesen o.ä. machen, dadurch sinkt bereits der pH-Wert und den Mixer nimmst du dann nur noch zum „Fertigmixen“. Diese Vorgehensweise haben wir allerdings nicht getestet!

      • Inga Experimentierfee

        vielen Dank, ich hab mir jetzt einen Mixer aus Edelstahl besorgt! :)

      • Jenny van Neck

        Ich habe gestern einen Pürierstab aus Plastik mit Edelstahlmessern eingesetzt. Hat prima funktioniert. Das Gerät hat nicht gelitten. Der Seifenleim, soweit ich das beurteilen kann, auch nicht.

  • Knitterkeks

    Also eine Frage…Welche Konzentration hat das Nach? Hab Ätznatron in Perlenkette mit 99%.
    Kann man das verwenden?

    • Wofür steht „Perlenkette“ – Autokorrektur? Grundsätzlich sollte es sich um reines NaOH in Pulverform handeln, dafür sind die üblichen Rezepte und Rechner ausgelegt

  • s0ling

    Hey, ich habe das Rezept ausprobiert und meine Seife ist gut hart geworden, habe sie in der Glasform geschnitten und bekomme sie nun nicht raus. Habe es auch mit einigen Stunden Gefrierfach ausprobiert, hat aber nichts gebracht. Habt ihr einen anderen Tip? Liebe Grüße

    • Du könntest versuchen, die Form noch länger im Gefrierfach zu lassen, für einen oder zwei Tage. Das könnte schon helfen, damit sich die Seife löst. Falls nicht, könntest du sie dann auch (vorsichtig) in einem Bad mit lauwarmem Wasser von unten erwärmen. Ansonsten hilft wohl nur Gewalt und du musst die Stücke einzeln heraus schneiden.

      Für die Zukunft wäre es wohl besser, eine flexible oder zerlegbare Form zu verwenden, die gibt es zum Beispiel aus Holz: https://www.google.de/search?q=seifenform+holz&biw=1680&bih=920&site=webhp&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwiK1c7y8dLQAhUFMhoKHWgwBvIQ_AUIBygC
      Viel Erfolg und liebe Grüße!

      • s0ling

        Nachdem nichts mehr geholfen hat, habe ich Gewalt angewendet und rum modelliert. Aber viele Dank trotzdem! Meinen zweiten Versuch habe ich dann in Silikonformen gegossen.

  • Rainer Raebel

    Hallo meine Olivenseife ist nach 4 Wochen
    grau geworden und sieht nicht mehr schön aus.
    Ich habe sie im Keller gelagert und mit Handtücher
    abgedeckt. Kann ich die Seife trotzdem verwenden?
    Liebe Grüße
    Rainer Raebel

    • Marla

      Hallo Rainer, dass die Seife an sich eher blass aussieht, ist normal. Für knalligere Farben kann man sie um weitere Inhaltsstoffe ergänzen, viele Seifensieder verwenden dafür spezielle Seifenfarben. Liebe Grüße!

  • Dani

    Hallo
    auch ich habe vor einigen Tagen meine erste Seife hersgestellt, und kann es kaum erwarten sie zu benutzen!
    Dabei sind 2 Fragen aufgetaucht: Ist der Seifenleim gar nicht mehr ätzend, respektive ist die Mischung, sobald das Öl drin ist, nicht mehr „gefährlich“?
    Und wegen dem Messen des ph-Wertes: einfach ein paar Tropfen Wasser auf die Seife geben und dann den Streifen hinhalten oder wie macht ihr das?
    Vielen Dank für die Auskünfte, wie auch für diese tolle Seite. Gerne hätte ich ein paar Monate Urlaub um alles auszuprobieren…

    • Marla

      Hallo Dani, Beim Verseifen wird der allergrößte Teil des Natriumhydroxids mit Öl verseift und ist deshalb nicht mehr stark ätzend. Die Seife hat aber noch einen sehr hohen (basischen) pH-Wert, weshalb sie unmittelbar nach der Herstellung noch nicht für die Haut geeignet ist. In den folgenden Wochen sinkt der pH-Wert langsam. Es kann auch passieren, dass noch winzige NaOH-Kristalle im Leim zurückbleiben, die die Haut reizen können. Auch diese werden mit der Zeit weniger und verbinden sich mit dem Rest. Manche Leser empfehlen, die NaOH-Lauge nochmal durch ein feines Sieb zu filtern, bevor man damit die Öle verseift. Den pH-Wert kannst du wie von dir beschrieben messen – Seife anfeuchten, ein bisschen rubbeln und dann mit einem Teststreifen messen. Liebe Grüße!

  • Heri

    Nur eine kleine Anmerkung: Wenn man Keimfreies Wasser will muss man nicht zu destilliertem Wasser greifen. Wasser aus dem Wasserhahn tuts auch. Nach ein paar Sekunden laufen lassen, ist das Wasser garantiert Keimfrei.

  • Aziza Muradova

    Ich habe mal gelesen, dass man die Utensilien nicht mehr zum Zubereiten von Essen verwenden darf. Oder stimmt das nicht?

    • Marla

      Hallo Aziza, wenn du alles gründlich reinigst, steht der Verwendung von Lebensmitteln eigentlich nichts mehr im Weg. Liebe Grüße!

  • Jenny van Neck

    Ihr schreibt: „Je kleiner die Form, desto länger dauert der Verseifungsprozess.“ Das heißt, ich muss einfach etwas länger (Stunden? Tage?) warten? Muss ich dann irgendwann von außen Wärme zuführen oder reicht auch bei kleinen Stücken eine gut isolierte Kiste? Dauert die Verseifung länger oder kann sie bei kleinen Stücken auch eher mal gar nicht gelingen? Kann ich irgendwie erkennen, dass der Prozess beendet ist?
    Wenn die Stücke schon so klein sind, dass ich sie nicht mehr schneiden muss, kann ich sie dann einfach länger in der Form in der isolierten Box lassen, bevor ich sie zur Reifung herausnehme?

    • Hallo Jenny, je kleiner die Mengen werden, desto schwieriger wird das genaue Abwiegen der einzelnen Zutaten, um ein vorhersagbares Ergebnis zu erhalten. Deshalb würden wir schon empfehlen, wenigstens 0,5-1 Liter Gesamtmasse zu berechnen und als einen Block gut isoliert reifen zu lassen. Ob es mit noch kleineren Mengen immer noch gut gelingt, hängt von vielen Faktoren ab und man muss dann leider noch viel genauer arbeiten, sonst geht es schnell daneben. Hoffentlich hilft es, gutes Gelingen und liebe Grüße!

      • Jenny van Neck

        Ich mache auch eine größere Menge, aber wie auf Eurem Bild möchte ich sie auf verschiedene Formen verteilen. Und die kleinsten sind so groß wie ein Stück Seife. Daher meine Fragen.

        • Achso :-) Ja das klappt, solange man alle Förmchen gut isoliert während der Verseifung. Liebe Grüße!

          • Jenny van Neck

            Entschuldigt, dass ich nochmal nachfrage, aber bei den langen Reifezeiten von Seife greife ich gern auf Euer Wissen zurück und probiere nicht alles selbst aus.
            Wenn ich also den Seifenleim in kleine Formen gieße, die die Größe eines Seifenstücks haben, also nicht mehr geschnitten werden müssen, ist es eigentlich egal, ob ich die Seife nach 24 Stunden oder 48 Stunden oder 72 Stunden aus der Form nehme? Irgendwann natürlich schon, damit sie zum Reifen Luft bekommen. Aber das mit den 24 Stunden bei Seife in großen Formen liegt daran, dass sie nicht zu fest sein soll, weil man sie sonst nicht mehr gut schneiden kann, oder? Und wesentlich kürzer grundsätzlich nicht, weil man sonst die Wärme, die bei dem Prozess entsteht, nicht bis zum Ende genutzt hat? Kann man das so sagen?

          • Kann man so sagen – solange die Seife fest genug zum Schneiden geworden ist, ist alles gut und du kannst sie zum Schneiden und Nachreifen herausnehmen.

  • Jenny van Neck

    Bei Eurem Rezept von Kernseife kommt die Lauge in das Öl und nicht das Öl in die Lauge. Ist das je nach Rezept verschieden oder ist das egal?
    Im Buch von Claudia Kasper kommt auch die Lauge ins Öl.

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