13 natürliche Hilfsmittel gegen Blasenentzündung 5/5 (14)

Blasenentzündungen sind sehr schmerzhaft. Mit diesen Mitteln beugst du vor und kannst sie natürlich behandeln.

Eine Blasenentzündung (Zystitis) äußert sich in besonders unangenehmen Symptomen wie ständigem Harndrang und Problemen beim Wasserlassen. Die Entzündung der unteren Harnwege betrifft insbesondere Frauen aufgrund der weiblichen Anatomie. Diese Form der Entzündung entsteht meist durch Darmbakterien, die über die Harnröhre zur Blase gelangen.

Häufig kann eine Blasenentzündung durch Hausmittel behandelt werden und nicht in jedem Fall sind Antibiotika notwendig. Gerade wer häufiger unter dem oft schmerzhaften Harnwegsinfekt leidet, kann selbst einige Maßnahmen ergreifen, um für ein schnelles Abklingen der Symptome zu sorgen oder einen erneuten Ausbruch zu verhindern. In diesem Beitrag verrate ich dir zuerst die besten natürlichen Mittel zur Behandlung einer Blasenentzündung. Danach findest du einige Tipps, wie du das Risiko einer Entzündung verringern kannst.

6 Mittel zur Behandlung

Bei Infektionen ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken und natürliche Reinigungsprozesse zu unterstützen. Eines der besten Gegenmittel ist deshalb Wasser.

Flüssigkeit

Eine hohe Flüssigkeitszufuhr ist bei einer Blasenentzündung entscheidend. Das Wasserlassen fungiert als natürlicher Reinigungsprozess, der die Bakterien aus Blase und Harnwegen spült. Daher kommt auch das verstärkte Bedürfnis zur Blasenentleerung bei einer Zystitis, sie dient als körpereigene Behandlungsmethode. Damit große Mengen der Krankheitserreger aus der Blase gespült werden können, muss genügend Flüssigkeit aufgenommen werden, zwei Liter pro Tag gelten als Minimum.

Wärme

Zur Unterstützung des Immunsystems ist es wichtig, den Körper warm zu halten, zudem regt Wärme die Durchblutung an. Sitzbäder und Wärmflasche leiten die Wärme direkt zum betroffenen Bereich am Unterbauch.

Für ein Sitzbad eignet sich vor allem Kamille mit ihrer antibakteriellen Wirkung, die als starker Aufguss zum Badewasser gegeben wird. Ebenfalls im Bad nutzbar sind starke Kamillenextrakte (z.B. Kamillosan, in der Apotheke oder online erhältlich). Aber auch ein Basenbad mit einigen Teelöffeln Natron ist förderlich und wirkt dank des entstehenden basischen Milieus der Vermehrung von Bakterien entgegen.

Blasentees

Spezielle Nieren- und Blasentees enthalten Heilpflanzen, die entzündungshemmend, harntreibend und krampflösend wirken. Wichtige Bestandteile sind unter anderem Brennnessel, Goldrutenkraut, Birkenblätter, Hagebutte, Echinacea, Waldmeister und Mädesüß. Gleichzeitig unterstützt der heiße Tee die Wärmezufuhr.

Insbesondere Birkenblätter enthalten Flavonoide, die harntreibend wirken und so für eine bessere Durchspülung sorgen. Wie du Birkentee selbst ernten und zubereiten kannst und welche anderen Vorteile Birkenblätter für die Gesundheit haben, erfährst du hier.

Hellgrüne, zarte Birkenblätter und Knospen sind schon im März zu finden und ein wahrer Segen für unsere Gesundheit. Finde heraus, wie sie dir helfen können.

Cranberrysaft

Cranberrysaft bzw. Preiselbeersaft enthält viele Tannine (Gerbstoffe), welche antibakteriell wirken. Vor allem die Innenwände der Blase und der Harnwege werden dadurch vor Bakterien geschützt. Gleichzeitig wirkt die Frucht entzündungshemmend.

Senföle

Senföle gehören zu den besten pflanzlichen Antibiotika, sie finden sich z.B. in Meerrettich und Kapuzinerkresse. Aber auch Kapseln mit Senföl-Extrakten sind erhältlich. Der Pflanzenextrakt wirkt antibakteriell und keimtötend.

Natron

Bakterien benötigen zur Ausbreitung ein saures Milieu. Dem kannst du mit etwas Natron entgegenwirken und so die Vermehrung auf natürliche Weise hemmen. Trinke zwei- oder dreimal täglich ein Glas Wasser mit einem gestrichenen Teelöffel Natron. Das entsäuert den Urin und kann insbesondere im Anfangsstadium von Blasenentzündungen helfen.

Für innere Anwendungen empfiehlt sich natürlich gewonnenes Natron in Lebensmittelqualität. Worauf du beim Kauf von Natron achten solltest, erfährst du hier.

Bei allen natürlichen Lösungsansätzen kann diese Liste nicht die Diagnose und Behandlung durch einen Arzt ersetzen. Sollten die Beschwerden trotz eigener Maßnahmen nach drei Tagen nicht gelindert sein, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. In diesem Fall kann es nötig sein, auf Antibiotika zurückzugreifen.

Auch in solchen Fällen, wenn die Entzündung mit Fieber einhergeht, ist eine medikamentöse Behandlung ratsam, um eine Ausweitung der Entzündung auf das Nierenbecken zu verhindern.

7 Tipps zur Vorbeugung

Wer mit ein paar einfachen Gegenmaßnahem vorbeugt, kann eine schmerzhafte Entzündung mit hoher Wahrscheinlichkeit von vorn herein vermeiden. Wenn du häufiger unter Blasenentzündungen leidest, ist es ratsam, mit den folgenden Tipps das Risiko zu minimieren.

Flüssigkeit und Wasserlassen

Einige der Maßnahmen zur akuten Behandlung funktionieren ebenso zur Vorbeugung einer erneuten Erkrankung. Die regelmäßige Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern täglich ist von großer Bedeutung, um die Blase auszuspülen und das Festsetzen der Keime zu verhindern. Beachte, dass Alkohol und Kaffee zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme erfordern.

Das Wasserlassen sollte möglichst nicht verkniffen werden. Sobald sich der Harndrang einstellt, sollte direkt eine Toilette aufgesucht werden. Mit einer aufrechten Sitzposition kannst du die komplette Blasenentleerung unterstützen.

Intimhygiene

Um Keime am Eindringen in die Harnwege zu hindern, ist die korrekte Intimhygiene wichtig. Dies beginnt bereits damit, nie vom Darmausgang zur Scheide zu wischen. Aber auch die regelmäßige Reinigung des Intimbereichs mit lauwarmem Wasser gehört dazu.

Nässe und Kälte meiden

Verschwitzte und nasse Kleidung sollte immer sofort gewechselt werden. Sie könnte zu einer Unterkühlung des Körpers führen, wodurch das Immunsystem angegriffen wird und Keime sich leichter ausbreiten. Insbesondere das Auskühlen der Füße und des Nierenbereichs sollte vermieden werden. Warme Kleidung und dicke Socken können hier helfen. Vermeide außerdem das Sitzen auf kalten Steinen bzw. Untergründen.

Keimkontakt meiden

Öffentliche Nassräume stellen ein besonderes Infektionsrisiko dar. In der Sauna oder dem Schwimmbad kann es schwer sein, den Keimkontakt zu vermeiden. Achte daher auf eine besonders sorgfältige Hygiene an diesen Orten. So sollte immer ein Handtuch zwischen Gesäß und Saunabank liegen. Da Frauen während der Menstruation besonders anfällig sind, sollten sie den Schwimmbadbesuch während dieser Zeit möglichst vermeiden.

Schutz beim Geschlechtsverkehr

Kondome schützen nicht nur vor Schwangerschaft, sondern auch vor einer Keimübertragung während des Geschlechtsverkehrs. Vor dem Geschlechtsakt kann es helfen, wenn beide Partner die Toilette aufsuchen und außerdem den Genitalbereich reinigen. Kondome schützen am besten vor einer Keimübertragung, sollten jedoch beim Stellungswechsel ausgetauscht werden. Spirale und Diaphragma gelten zwar als Verhütungsmittel, können jedoch das Risiko von Infektionen erhöhen.

Die richtige Unterwäsche

Wähle bei Unterwäsche besser Baumwolle statt Synthetik, da diese atmungsaktiver ist. Außerdem kann eine zu eng sitzende Unterwäsche den Genitalbereich reizen. Unterwäsche sollte regelmäßig gewechselt und bei 60 Grad gewaschen werden, um Keime abzutöten.

Unterstützende Ernährung

Mit der richtigen Ernährung können die Harnwege geschont und das Immunsystem gestärkt werden. So gelten Kaffee, Alkohol oder scharfes Essen als reizend für die Harnwege und sollten deshalb nur maßvoll verzehrt werden. Probiotische Lebensmittel mit vielen Antioxidantien können dagegen das Risiko einer Infektion verringern. Ingwer, Cranberries und Senföle unterstützen den natürlichen Schutz der Harnwege. Auch der hohe Gehalt an A-Proanthocyanidinen in Cranberrys verhindert das Eindringen der Escherichia coli Bakterien in die Körperzellen.

Mit diesen Maßnahmen kannst du das Risiko einer Entzündung deutlich verringern. Vielleicht hast du aber noch andere Tipps zum Vorbeugen gegen oder zur Behandlung einer Blasenentzündung? Dann hinterlasse uns doch einen Kommentar!

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