Länger frisch und knackig – so lagerst du Obst und Gemüse richtig
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Dein Obst und Gemüse geht im Kühlschrank schnell ein? Mit diesen Tipps lagerst du frische, empfindliche Einkäufe richtig und hast länger etwas davon!

Hast du dich auch schon mal geärgert, dass frische Karotten, Radieschen oder Kopfsalat nicht lange knackig bleiben, obwohl du sie im Kühlschrank gelagert hast? Nullgradfach hin oder her, es gibt Tricks, die für manche Gemüse- und Obstsorten einfach hilfreich sind und dir womöglich auch Platz im Kühlschrank einsparen.

Mit diesen Tricks halten sich deine Lebensmittel länger, es wird weniger verschwendet und du sparst etwas Geld.

Frisch einkaufen

Länger frisch hält, was auch frischer eingekauft wurde. Auf diese sichtbaren Zeichen solltest du beim Einkaufen achten:

  1. Die Ware sollte äußerlich keine schlaffen Anzeichen aufweisen, wie zum Beispiel, runzlige Schale, welke und schlappe Blätter.
  2. Kontrolliere die Anschnitte. Je heller, desto frischer ist das Gemüse, bräunlich oder gar schwarz Verfärbtes bleibt lieber im Supermarkt oder du verarbeitest sehr kurzfristig.
  3. Wähle regionale Ware, denn durch verkürzte Transportwege können die Produkte frischer im Angebot sein und es werden Ressourcen geschont.
  4. Vermeide unnötige Verpackungen oder entferne sie sofort zu Hause. Durch die Temperaturschwankungen der Lagerung bildet sich oft Kondenswasser innerhalb der Verpackung. Das führt trotz des Einsatzes von Antioxidationsmitteln beim Verpacken schnell zu Schimmel. Auch im Kühlschrank kann die verpackte Ware schlecht atmen und sollte deshalb aus Folien und Papier befreit werden.
  5. Behalte die Regalnachbarn im Handel im Auge, denn einige Obst- und Gemüsesorten verbreiten das Gas Ethylen, das die Reifung fördert. Dazu zählen zum Beispiel Äpfel, Birnen, Aprikosen, Bananen, Mangos, Avocados und Tomaten.

Dein Obst und Gemüse geht im Kühlschrank schnell ein? Mit diesen Tipps lagerst du frische, empfindliche Einkäufe richtig und hast länger etwas davon!

Richtig lagern

Die Nullgradzone mit ihren Longfresh oder Biofresh-Fächern ist eine tolle Erfindung. Viele Gemüsesorten und auch Salate fühlen sich mit einer Luftfeuchtigkeit von 95 bis 100 Prozent bei Null Grad sehr wohl und halten sich dort bis zu 20 Tage lang frisch.

Steht diese Neuerung nicht zur Verfügung, ist das unterste Fach oberhalb der Gemüsefächer mit 2-3 Grad die beste Lagerfläche. Aber nicht jedes Gemüse und jede Obstsorte liebt diese Temperatur. Mit Hilfe der folgenden Tipps kannst du die Haltbarkeit von deinem Gemüse und Obst unabhängig vom Kühlschrank noch optimieren.

  1. Entferne bei Radieschen, Karotten und anderen Wurzelgemüsen die Blätter, denn sie entziehen ihnen Feuchtigkeit und lassen sie schneller schrumpeln. Du kannst dieses Grün noch zu Suppen, Salaten und Pesto verarbeiten.
  2. Salat ist druckempfindlich und wird schnell schlapp. Entferne welke Blätter sofort.
  3. Spargel, Salat und anderes, schnell austrocknendes Wurzelgemüse, wie zum Beispiel Pastinaken, Karotten, Radieschen aber auch Kohlrabi, hältst du in feuchten Tüchern länger frisch. Falls du diese Wirkung für Salate noch intensiver wünscht, befeuchte das Tuch mit stark verdünntem Essig.
  4. Bereits gewaschene und nicht verwendete Salatblätter schleuderst du mit der Salatschleuder gut trocken und kannst sie mit einem feuchten Tuch umwickelt im Kühlschrank lagern.
  5. Salatköpfe sowie Kohlkopfe und Chinakohl sind in einem Tuch eingewickelt in kühlen Räumen energiesparend lagerfähig. Zeitungspapier solltest du lieber meiden, denn die Druckerfarben und das Recyclingpapier beinhalten Bisphenol A.
  6. Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank. Sie fühlen sich bei Zimmertemperatur an einem luftigen und schattigen Platz viel wohler und können ihr Ethylen nicht an andere Nahrungsmittel abgeben. Auch Äpfel, Birnen, Aprikosen, Bananen und Mangos solltest du von anderem Obst getrennt lagern, denn sie verströmen dieses Reifungsgas ebenso.
  7. Exotisches Obst wie Ananas, Papaya, Mango, Bananen, Orangen und Zitronen reagieren mit braunen Flecken, werden von innen heraus dunkel und verlieren an Aroma, wenn sie Kühlschranktemperaturen ausgesetzt werden. Eine Lagerung im kühleren Räumen oder bei Zimmertemperatur ist sinnvoller.
  8. Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Rote Bete, Winterrettich und Topinambur fühlen sich bei 4 bis 10 Grad am wohlsten. Topinambur und Karotten kannst du sogar in rohem und geschälten Zustand einfrieren. Falls dein Kühlschrank eine fachbezogene Temperaturregelung besitzt, ist dies eine Option. Ansonsten bleibt das Gemüseschubfach bei zirka 4-8 Grad.
  9. Paprika, Zucchini und Gurken benötigen höhere Temperaturen um die 10-15 Grad, da sie sonst leicht Flecken oder Dellen bekommen und schnell schimmeln. Dafür eignet sich im Kühlschrank nur das oberste Fach. Die Temperaturen liegen dort in etwa bei 8-10 Grad.

Wie du siehst, kannst du einiges sogar optimaler außerhalb des Kühlschranks aufbewahren. Du sparst Energie oder hast im Kühlschrank mehr Platz für andere, kühl zu lagernde Nahrungsmittel wie Resteessen oder Getränke.

Wenn du Gemüse hast, dass nicht mehr ganz ansehnlich ist, kannst du es auch vielseitig weiterverwerten und vor der Tonne bewahren:

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Kennst du noch andere Tricks, wie man Obst und Gemüse länger frisch hält oder wiederbeleben kann? Dann hinterlasse uns einen Kommentar!

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