Natürliche Aroma-Roll-Ons: Anleitung und 10 Rezepte
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Ätherische Öle helfen unserer Psyche, lindern Kopfschmerzen und mehr. Ihre Wirkung kannst du dir mit selbst gemachten Aroma-Roll-Ons zu nutze machen!

Die Kraft ätherischer Öle kannst du sehr vielseitig nutzen, z.B. in Duftlampen, Parfums oder in selbstgemachter Naturkosmetik.

Einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen sich kleine Roll-Ons als Aroma-Therapie für unterwegs. Mit ihrer Hilfe werden die enthaltenen ätherischen Öle wohldosiert auf Stirn, Schläfen oder auch im Nacken aufgetragen, um so ihre Wirkung vor allem über die Atemwege zu entfalten. Seit einiger Zeit verwende ich diesen Roller gegen Kopfschmerzen.

Doch so sehr ich die kleinen Sticks liebe, sind sie doch auf Dauer relativ teuer. Dabei kann man sie auch sehr leicht selber machen! Das spart langfristig Geld und gibt dir außerdem die Freiheit, mit verschiedenen Düften zu experimentieren und einen Roll-On ganz nach deinem Geschmack zusammenzustellen.

Aroma Roll-Ons selber machen

Die wichtigste Zutat in den Mini-Sticks sind ätherischen Öle. Wähle jeweils ein bis vier verschiedene Öle aus, abhängig davon, in welcher Situation du sie verwenden möchtest. Einige Beispielrezepte und wichtige Hinweise, worauf du bei den Ölen achten solltest, findest du weiter unten.

Für die Herstellung eines Roll-Ons gibt es zwei verschiedene Grundrezepturen. Das Prozedere ist in beiden Fällen gleich.

Ätherische Öle helfen unserer Psyche, lindern Kopfschmerzen und mehr. Ihre Wirkung kannst du dir mit selbst gemachten Aroma-Roll-Ons zu nutze machen!

Aroma-Roll-On mit Pflanzenöl

Für diese Rezeptur benötigst du:

  • 10 ml Pflanzenöl, es sollte möglichst geruchsneutral sein und schnell einziehen. Ideal sind Jojobaöl und Mandelöl. Beide sind in vielen Bio-Läden und Reformhäusern erhältlich.
  • 5-12 Tropfen ätherische Öle
  • einen Mini-Roll-On (einfach einen gebrauchten wiederverwenden oder bestellen)

Ätherische Öle helfen unserer Psyche, lindern Kopfschmerzen und mehr. Ihre Wirkung kannst du dir mit selbst gemachten Aroma-Roll-Ons zu nutze machen!

Aroma Roll-On auf Alkoholbasis

Eine Alternative ist diese Rezeptur auf Alkoholbasis:

Gib alle Zutaten in das Fläschchen, die ätherischen Öle zum Schluss. Den Roller aufsetzen und gut schütteln. Fertig ist deine Aroma-Therapie für unterwegs. Vor jeder Anwendung empfiehlt sich das erneute Schütteln, weil es eine Zeit lang dauert, bis sich alle Zutaten gut miteinander gemischt haben.

Rezepturen für Aroma Roll-Ons

Je nach beabsichtigtem Zweck kannst du deine Roller ganz individuell zusammenstellen. Die möglichen Rezepturen für Aroma Roll-Ons sind unendlich, hier ein paar Kombinationen für den Anfang. Ob du als Basiszutat ein Öl oder lieber Alkohol verwendest, ist dabei eher Geschmackssache, je nachdem, was dir auf der Haut angenehmer erscheint.

Ätherische Öle helfen unserer Psyche, lindern Kopfschmerzen und mehr. Ihre Wirkung kannst du dir mit selbst gemachten Aroma-Roll-Ons zu nutze machen!

  • Klarer Kopf: 5 Tr. Pfefferminze, 5 Tr. Eukalyptus
  • Stressfrei: 4 Tr. Lavendel, 2 Tr. Zitrone, 5 Tr. Muskatellersalbei
  • Gute Laune: 7 Tr. Orange, 2 Tr. Ylang Ylang
  • Konzentration: 4 Tr. Zitrone, 6 Tr. Rosmarin, 2 Tr. Pfefferminze
  • Harmony: 4 Tr. Rose, Tr. Palmarosa
  • PMS: 2 Tr. Rose, 2 Tr. Mandarine, 2 Tr. Rosengeranie
  • Muskelkater: 6 Tr. Pfefferminze, 3 Tr. Ingwer, 2 Tr. Schwarzer Pfeffer
  • Entspannt schlafen: 5 Tr. Lavendel, 5 Tr. Kamille
  • Gleichgewicht finden: 5 Tr. Salbei, 2 Tr. Teebaum, 2 Tr. Pfefferminze
  • Erfrischen und beleben: 2 Tr. Nelke, 3 Tr. Orange, 3 Tr. Zeder

Mit etwas Erfahrung kannst du deine eigenen Kreationen herstellen, die ganz auf deine persönlichen Bedürfnisse und Vorlieben abgestimmt sind. Vertraue dabei einfach auf deine Nase und dein Gefühl, gehe aber behutsam vor und mische nicht mehr als zwei bis vier ätherische Öle gleichzeitig.

Wenn du mehr über die Wirkung verschiedener ätherischer Öle wissen möchtest, empfiehlt sich auch die Investition in ein fundiertes Nachschlagewerk:

Was bei ätherischen Ölen zu beachten ist

Beim Kauf ätherischer Öle sind einige Dinge zu beachten. Die Qualität spielt die wichtigste Rolle und es sollten nur naturreine Produkte zum Einsatz kommen. Die Herstellung natürlicher Öle ist sehr aufwendig und erfordert große Mengen natürlicher Rohstoffe. Deshalb findet man im Handel viele billige Alternativen, die aber oft synthetisch hergestellt sind und gesundheitlich bedenklich sein können.

Sehr gute Erfahrungen habe ich mit den Marken Neumond, Farfalla und Primavera gemacht:

Hinweis: Ätherische Öle sind stark konzentriert und können auch unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Die meisten ätherischen Öle sollten nicht bei Kindern und während der Schwangerschaft angewendet werden und es empfiehlt sich, genau auf die Anwendungshinweise der einzelnen Öle zu achten.

Manchmal kann es auch zu Unverträglichkeiten und allergischen Reaktionen beim Einsatz ätherischer Öle kommen. Deshalb ist es ratsam, einzelne Öle erst einmal zu testen, bevor sie über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Gib dazu einen oder zwei Tropfen des jeweiligen Öls in einen Teelöffel Pflanzenöl und trage die Mischung auf einer kleinen Hautstelle auf. Zeigt sich innerhalb von fünf bis zehn Minuten eine unangenehme Reaktion (Rötung, Jucken, Brennen), solltest du dieses Öl besser meiden.

Ätherische Öle helfen unserer Psyche, lindern Kopfschmerzen und mehr. Ihre Wirkung kannst du dir mit selbst gemachten Aroma-Roll-Ons zu nutze machen!

Hast du schon einmal einen Aroma-Roll-on selbst gemacht? Was sind deine liebsten Rezepturen? Hinterlasse uns unten einen Kommentar!

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  • Dagmar

    Lieben Dank für diese tolle Seite, erstmal.
    Ich habe eine Frage zum Xanthan. Ich habe es mir für die selbstgemachte Zahncreme gekauft.
    Bei dem Rezept hier hat sich nichts getan, außer dass das Xanthan sich am Boden abgesetzt hat. Da es mir zu sehr nach Alkohol gerochen hat, habe ich, wie für den Raumerfrischer, etwas abgekochtes Wasser genommen und Tata es wurde zum Gel!?
    Als Neuling frage ich mich, ob man das Xanthan wohl erst mit Wasser „aktivieren“ muss, oder war mein Alkohol doch keine 70%?
    Danke und viele Grüße

    • Hallo Dagmar! Xanthan löst sich normalerweise problemlos in kalten Flüssigkeiten, es ist ein hervorragendes Verdickungsmittel. Was du beschreibst, spricht dafür, dass ein zu hoher Alkoholanteil die Lösung verlangsamt – das müssen wir nochmal testen! Was für Alkohol hast du denn verwendet? 50 mg sind ja auch eine sehr kleine Menge, für die wir die Verwendung einer Präzisionswaage empfehlen. Liebe Grüße!

      • Dagmar

        Danke für die Antwort. Ich habe eine Feinwaage, daran lag es nicht. Wahrscheinlich am Alkohol, den ich 99%ig gekauft und dann verdünnt habe, da er bei 70% keimtötend sein soll.

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