Eine richtige Pfanne braucht keine Antihaftbeschichtung aus Plastik
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Welche Pfanne ist die richtige, wenn du auf Teflon verzichten willst? Verschiedene Materialien im Vergleich.

Pfannen sind heute sogar im Supermarkt erhältlich, meist handelt es sich um niedrigpreisige Modelle mit Antihaftbeschichtung. Beschichtete Bratpfannen bieten neben dem meist günstigen Preis noch weitere Vorteile. Pfannkuchen gleiten nur so auf den Teller und es bleibt nichts kleben, das anschließende Putzen klappt schnell und problemlos.

Doch andererseits ist diese Kunststoffbeschichtung sehr empfindlich. Zwar ist bekannt, dass man Kochbesteck aus Metall nicht mit beschichteten Pfannen verwenden soll, doch es passiert trotzdem immer wieder mal und die Beschichtung zerkratzt. Auch die Reinigung mit einem rauen Spülschwamm nimmt einem die Beschichtung schnell übel.

Billig, aber nicht gut: Die Teflonpfanne

Für die konventionelle Beschichtung von Pfannen wird meist Teflon auf der Basis von Polytetrafluorethylen (PTFE) verwendet. Über die Giftigkeit von verschlucktem Teflon und aufsteigenden giftigen Dämpfen gibt es kontroverse Meinungen. Sie variieren von “Es ist unbedenklich” bis hin zu “Teflon verursacht Tumore”. Neben umstrittenen gesundheitlichen Risiken gibt es aber noch weitere Gründe, auf Teflonpfannen zu verzichten. Denn selbst schon die Herstellung dieser Pfannen belastet die Umwelt stark.

Welche Pfanne ist die richtige, wenn du auf Teflon verzichten willst? Verschiedene Materialien im Vergleich.
von Alpha (CC-BY-SA-2.0)

Um die Umwelt zu schonen und Gesundheitsrisiken zu vermeiden, lohnt es sich deshalb, beim Pfannenkauf nach einer langlebigen Alternative Ausschau zu halten.

Emaille, Aluminium, Edelstahl: Sind das Alternativen?

Im Handel erhältliche Pfannen bestehen aus verschiedenen Materialien, wie Edelstahl, Aluminium oder Emaille. Doch selbst bei Pfannen aus unbeschichtetem Edelstahl kann in geringen Mengen Nickel an die Speisen abgegeben werden. Das ist besonders für Allergiker problematisch. Dazu kommt noch ein weiterer Nachteil. Die Edelstahlpfanne ist zwar für starkes Erhitzen geeignet, man muss zum Braten aber viel Öl verwenden und die Speisen brennen schnell an.

Pfannen aus Aluminium sind zwar leicht, sollten aber nicht zu stark erhitzt werden, weil sie sich sonst verformen kann und sich die Beschichtung lösen könnte. Deshalb sind sie für Speisen, die viel Hitze brauchen, wie etwa Steaks, nicht zu empfehlen.

Welche Pfanne ist die richtige, wenn du auf Teflon verzichten willst? Verschiedene Materialien im Vergleich.
von StateofIsrael (CC-BY-SA-2.0)

Pfannen aus Emaille sind im Prinzip Edelstahlpfannen mit einer Emaille-Beschichtung. Dadurch werden sie kratzfest und sind trotzdem leicht zu reinigen. Sie vertragen hohe Hitze, haben aber eine schlechte Anti-Haft-Wirkung.

Vorteile von Eisen-Pfannen

Pfannen aus Gusseisen oder Schmiedeeisen sind zwar schwerer, besitzen aber keinerlei gesundheitliche Risiken wie Pfannen aus anderen Materialien. Ganz im Gegenteil!

Welche Pfanne ist die richtige, wenn du auf Teflon verzichten willst? Verschiedene Materialien im Vergleich.
von Jessica Spengler (CC-BY-2.0)

Wenn du dich für eine langlebige Pfanne aus Eisen entscheidest, tust du sogar etwas für deine Gesundheit. Durch die darin zubereiteten Nahrungsmittel kannst du deine Eisenaufnahme unterstützen. Besonders für Menschen mit Eisenmangel ist daher eine Eisenpfanne empfehlenswert. Sie kann eine ausgewogene Ernährung mit eisenreicher Kost nicht ersetzen, zumindest aber ergänzen.

Neben dem gesundheitlichen Aspekt spricht für die gusseiserne Pfanne auch die höhere Wärmeleitfähigkeit verglichen mit Edelstahl und die Fähigkeit, mehr Wärme zu speichern als eine Pfanne aus Aluminium. Sie hält die Speisen länger warm und macht ein nochmaliges Erwärmen für Nachzügler meist überflüssig. Allerdings ist sie etwas schwerer und erhitzt nicht so schnell, da sie dicker ist.

Welche Pfanne ist die richtige, wenn du auf Teflon verzichten willst? Verschiedene Materialien im Vergleich.
von Play Among Friends Paf (CC-BY-2.0)

Die schmiedeeiserne Pfanne ist der gusseisernen sehr ähnlich, sie ist für alle Herdarten, für den Backofen sowie für scharfes Anbraten geeignet. Sie muss vor der ersten Benutzung eingebrannt werden, damit sich die natürliche Antihaftbeschichtung (Patina) bildet.

Je öfter eine Eisenpfanne benutzt wird und je schwärzer sie wird, desto weniger haften die Speisen an. Es bildet sich die natürliche Patina. Um sie nicht zu beschädigen, sollte die Pfanne immer nur mit Wasser und ggf. einer Spülbürste gereinigt werden, jedoch nie mit Scheuermitteln oder dem Topfkratzer. Pfannen aus Eisen sind nicht spülmaschinengeeignet. Wenn Essensreste doch mal kleben bleiben, können diese mit einem Salz-Wasser-Gemisch ausgewischt werden. Salz ist schonender als eine Bürste. Jegliches Salz sollte danach abgewaschen werden, da es sonst die Pfanne angreift. Danach wie gewohnt trocknen und mit Öl einreiben.

Die Pfanne ist keine Erfindung unserer heutigen Zeit. Schon Generationen vor uns haben Pfannen verwendet, ohne sich mehrmals im Jahr eine neue Pfanne besorgen zu müssen. Statt also mehrere kurzlebige Exemplare für zehn Euro zu kaufen, hol dir lieber eine langlebige Alternative. So schonst du die Umwelt, deinen Geldbeutel und die Gesundheit.

Welche Erfahrung hast du mit Teflonpfannen gemacht? Welche mit Eisen-Pfannen? Über ein Kommentar von dir freuen wir uns!

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  • Franziska Buck

    Ich habe eine kleine Eisenpfanne von meiner Mutter geerbt, sie rostet leider ein bisschen. Was kann ich dagegen tun oder muss ich sie jetzt wegschmeißen?

    • Dietmar Scholz

      einfach mit salz trocken aufstellen (erhitzen) dann trocken ausreiben und leicht einölen!

    • Rost ist ganz normal und nicht schlimm. Diese Kochutensilien sind für die Ewigkeit geschaffen und Du kannst sie weitervererben. Wie Dietmar schon sagte: Einölen und einbrennen helfen gegen Rost. Liebe Grüße

  • Nirak Niewiem

    Ich habe zwei schmiedeeiserne Pfannen. Nach dem Einbrennen mit viel Salz, Öl und Kartoffelschalen, bei dem diese heiß bis zur Kohlrabenschwärze gebraten werden, hat zwar das ganze Haus gestunken- aber die Pfannen sind super! Das Braten ist ein Vergnügen, ohne gesundheitliche Bedenken!

  • Wir verwenden seit über einem Jahr fast ausschließlich unsere Eisentöpfe und -pfannen. Der Eisenwert im Blut meiner Frau Evelin war immer an der unteren Grenze oder leicht darunter. Der letzte Bluttest vor einem halben Jahr zeigte, dass sich der Eisenwert nun im Normbereich befindet, ohne dass wir als Veganer besonders auf eisenhaltige Lebensmittel geachtet hätten.

    In Kambodscha, wo sich die Menschen die schweren und teuren Eisentöpfe nicht leisten können, konnte man mit Hilfe des „Lucky Iron Fish“, der zusammen mit den Speisen gekocht wird, die Versorgung mit Eisen sicherstellen: Ganze 75 Prozent des täglich empfohlenen Eisenbedarfs können die Familien dort im Schnitt durch das Mitkochen des Eisenfischs decken.

    Einen ausführlichen Beitrag über unsere Töpfe und Pfannen aus Eisen schrieben wir hier: https://freeyourfamily.net/2016/04/mit-schweren-toepfen-gegen-eisenmangel/

    • Danke für die schöne Ergänzung, den Lucky Iron Fish kannten wir noch gar nicht!

  • Sascha

    Aber wo bezahlbar und mit Quali kaufen?

    • Marla

      Hallo Sascha, ich habe sehr gute Eisen-Pfannen im Preis-Leistungsverhältnis von De Buyer gekauft und kann sie sehr empfehlen. Liebe Grüße!

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